26/02/2026 0 Kommentare
Impulse in der Fastenzeit 2026
Impulse in der Fastenzeit 2026
# Neuigkeiten

Impulse in der Fastenzeit 2026
Impuls zum Mittwoch, 25.02.2026
Gute Aussichten!
In unserer Heimat gibt es einige Hügel und Berge, die gute Aussichten auf die umliegende Landschaft ermöglichen. Am kommenden 2. Fastensonntag führt uns Matthäus auch auf einen Berg. Dem Evangelisten geht es hierbei aber nicht um die schöne Aussicht. Der Gipfel des Berges Tabor wird den Blick auf Jesus von Petrus, Jakobus und Johannes für immer verändern. Die Jünger haben mit Jesus bereits einiges erlebt und gesehen: Kranke die gesund wurden oder Brot, das viele Menschen satt gemacht hat. Aber war Jesus für sie wirklich mehr als ein guter Geschichtenerzähler, Wunderheiler oder streitbarer Redner? In der Zeit des öffentlichen Wirkens Jesu fallen immer wieder Sätze von Jesus an seine Jünger gerichtet, wie beispielsweise dieser: „Versteht ihr immer noch nicht?“ (Mt. 8, 21) Es ist also davon auszugehen, dass den Jüngern das gesamte Ausmaß des Auftrags Jesu lange nicht bewusst war. Das sollte sich auf dem Berg Tabor ändern. Die drei Jünger bekommen einen exklusiven Einblick in die Ewigkeit, in dem sie Mose und Elija, gemeinsam mit Jesus auf dem Berg treffen. Eine sofortige Veränderung der drei Jünger kann dadurch allerdings nicht festgestellt werden. Ganz im Gegenteil, Petrus verfällt in einen Aktionismus und möchte die Situation dauerhaft festhalten.
Auch ich verspüre immer wieder das Bedürfnis, Dinge festhalten zu wollen. Schwierig wird dieses Bedürfnis, wenn ich dabei meinen Blick auf das, was da eigentlich geschieht verliere. Durch die scheinbare Sicherheit alles festgehalten zu haben, vernachlässige ich es, die Dinge tiefer auf mich wirken zu lassen. Auch den Jüngern Jesu fiel es lange Zeit schwer, mit Jesus in die Tiefe zu gehen. Die Erlebnisse mit Jesus waren schön, aber die letzte Konsequenz aus alldem wollten die Jünger nicht ziehen. Selbst nach der Verklärung war längst nicht alles klar. Allerdings kamen die Jünger wahrscheinlich auf ihrem Rückweg ins Vertiefen. Die Fastenzeit möchte auch uns dazu bringen, unseren Blick auf Jesus, als Sohn Gottes, zu vertiefen. Es ist wichtig, dass wir nicht nur unseren Glauben in Form von Traditionen festhalten, sondern auch immer wieder neu nach Jesus fragen. Genauso wie die Jünger damals, die ja auch erst nach der Auferstehung von diesem Erlebnis auf dem Berg berichten sollten, gibt Jesus auch uns immer wieder Zeit, über ihn nachzudenken, um am Ende ein glaubhaftes und echtes Glaubenszeugnis geben zu können.
Von Herzen wünsche ich Euch für die weiteren Wochen der Fastenzeit gute Aussichten auf den eigenen Glauben, aber auch auf die Schönheit unserer Heimat im beginnenden Frühling, von welchem Hügel oder Berg auch immer.
Euer Gemeindereferent Pascal Silbermann

Kommentare