20/01/2026 0 Kommentare
Ganz schön viel los im Ludwig-Wolker-Haus
Ganz schön viel los im Ludwig-Wolker-Haus
# Berichte

Ganz schön viel los im Ludwig-Wolker-Haus
Wie in jedem Jahr haben die Erstkommunionkinder ein aufregendes Wochenende in der Rhön verlebt. Mit insgesamt 51 Kindern und 13 Erwachsenen wurde viel gelacht, sich auf die Beichte vorbereitet und für 51 Kinder das erste Mal gebeichtet.
Anders als langläufig gedacht wird, bereitet sich Erstkommunionkinder nicht nur auf die erste Heilige Kommunion vor, sondern auch auf ihre erste Heilige Beichte. Anders als auf die Erstkommunion, freuen sich die Kinder, zumindest meistens, erst einmal nicht so euphorisch auf die Erstbeichte. Um die Sorgen, Aufregung und Ängste der Kinder zu lindern ist eine gute Vorbereitung wichtig. Daher findet die Vorbereitung und die Erstbeichte in der großen Gemeinschaft aller Kinder statt.
Los ging alles am Freitagnachmittag, mit dem Kennenlernen des Ludwig- Wolker- Hauses in Kleinsassen. Nachdem die Betten und Zimmer, fast vollständig selbstständig, von den Kindern bezogen worden waren, ging es zu einem stärkenden Abendessen. So gestärkt machten sich die Kinder auf eine Saujagd durch das gesamte Haus und beantworteten kniffelige Fragen rund um Kirche und Glauben. Nach einer intensiven, einstündigen Jagd, wurde es dann Zeit für eine erste thematische Vorbereitung auf die Beichte.
Bei einem Weggottesdienst zerdepperte unser Gemeindereferent Mutter´ s Lieblingsblumenvase. Die Kinder analysierten anschließend, dass neben einem zerbrochenen Gegenstand auch zwischenmenschliche Beziehungen beschädigt werden können. Nachdem Nachdenken über Fehler, Schuld und Sünde ging es durch die stockfinstere und sternenklare Rhöner Nacht. Nach einer einstündigen Nachtwanderung freuten sich alle auf die warme Unterkunft, eine gemütliche Gute-Nacht-Geschichte und einen Segen für die Nacht.
Am nächsten Morgen waren alle Kinder wieder putzmunter. Zunächst lernten die Kinder, dass Streit und Ärger zwischen Menschen stehen können und deren Freundschaft langfristig beinträchtigen können. Die Kinder erfuhren aber auch, dass Jesus alle unsere Fehler und Streitereien mit ans Kreuz genommen hat. Verdeutlicht wurde dies durch das Zerplatzen eines Luftballons an einer Dornenkrone. Um auch noch die letzten Unsicherheiten und Fragen der Kinder zum Thema Beichte auszuräumen, kamen Laurentia und Schorsch aus Bimbach und Großenlüder zu Gast. Die beiden Handpuppen fragten Pfarrer Latsch und Gemeindereferent Silbermann Löcher in den Bauch und wollten alles über die Beichte wissen.
Nach diesen vielen Informationen wurde es wieder Zeit für einen Spaziergang. Mit Brotdose und Trinkflasche bepackt ging es rauf auf den Stellberg. Dort führte ein Krippenrundweg die große Gruppe unter den Gipfel. Mit einer traumhaften Aussicht in Richtung Schloss Bieberstein ließen sich alle die Brotzeit schmecken. Anschließend gab Pfarrer Latsch noch einen kleinen Impuls, der den Kindern dabei helfen sollte ihr Gewissen zu erforschen.
Auf dem Rückweg zur Unterkunft gab es für einige mutige Kinder die Gelegenheit im Gehen die erste Beichte abzulegen. Nach der Ankunft im Haus wartete auch Pfarrer Hünermund auf die Kinder, sodass zwei Priester gleichzeitig den vielen Kindern die erste Beichte abnehmen konnten. Um die Wartezeit für die übrigen Kinder zu verkürzen gab es einige Workshops. Zum feierlichen Abschluss der ersten Beichte gab es einen Weggottesdienst, in dem die gebeichteten Sünden symbolisch im Feuer verbrannt wurden. Der gemeinsame Abend ging lustig und gesellig bei Spielen, Witzen und einem Gardetanz munter weiter.
Am Sonntag wurde die Zimmerolympiade voller Eifer durchgeführt. Die Kinder wetteiferten darum, welches Zimmer das ordentlichste und ruhigste des Wochenendes war. So war es kaum verwunderlich, dass alle Zimmer picobello sauber waren und es kaum Grund zur Beanstandung gab. Nach der gemeinsamen Sonntagsmesse in der kleinen Kapelle des Ludwig- Wolker- Hauses, gab es zum Abschied noch ein gemeinsames Mittagessen.
Am Ende des Artikels sei allen gedankt, die diese Fahrt möglich gemacht haben. Namentlich sind dies die Katechetinnen Julia Faust, Sabrina Ritz und Carina Roth aus Bad Salzschlirf, Kristin Hirsch, Kathrin Weigand und Kathrina Hosenfeld aus Bimbach, Alina Hillenbrand, Manuela Wehner, Michaela Möller, Sabrina Hosenfeld und Isabell Sellin aus Großenlüder, sowie allen Eltern, die die Kinder gebracht haben. Trotz der neuen Konstellation und großen Anzahl an Personen, konnte das Wochenende, dank der tatkräftigen Hilfe genauso schön und erfolgreich durchgeführt werden, wie in den Jahren zu vor. DANKESCHÖN!
Pascal Silbermann, Gemeindereferent


Kommentare