28/10/2026 0 Kommentare
Offene Türen, vielfältige Wege: Zukunftswerkstatt II in Blankenau
Offene Türen, vielfältige Wege: Zukunftswerkstatt II in Blankenau
# Berichte

Offene Türen, vielfältige Wege: Zukunftswerkstatt II in Blankenau
Zukunftswerkstatt II unserer Pfarrei: Wie Kirche einladend wird, auch für die, die „nicht oder nicht mehr da sind“
Sprechen unsere Angebote eigentlich Menschen mit ganz unterschiedlichen Zugängen zum Glauben an? Und wie begegnen wir denen, die sonst nicht (mehr) zu uns kommen, mit echter Gastfreundschaft? Um diese beiden Fragen ging es bei der Zukunftswerkstatt II der Pfarrei Heilig Kreuz im Fuldaer Land. Am Samstag, 24. Oktober, trafen sich dazu 25 Engagierte aus den Kirchorten der Pfarrei in Blankenau. Vorbereitet und geleitet wurde der Workshop vom Team der Pastoralen Innovation des Bistums Fulda.



Kurzvorträge und methodische Werkzeuge halfen den Teilnehmenden, die Perspektive zu wechseln und Kirche mit den Augen derer zu sehen, die „nicht oder nicht mehr da sind“. Ein Selbsttest zeigte außerdem, welcher der „7 Zugänge zum Glauben“ der eigene ist. So wurde anschaulich, wie verschieden Menschen Glauben erleben und wie vielfältig deshalb auch das Angebot einer Pfarrei sein darf.



Auch eine Zwischenbilanz stand auf dem Programm. Bei der ersten Zukunftswerkstatt Ende Mai in Großenlüder hatten über 40 Teilnehmende aus den Kirchorten gemeinsam Experimente für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. Mehrere davon sind inzwischen Wirklichkeit und wurden nun kurz ausgewertet: der Impulsspaziergang „Akku leer?“ für Menschen, die Erholung und einen geistlichen Impuls suchen, das „Flimmer Dinner“ für Familien und das Angebot „Ein offenes Ohr für Sie“ - Einzelgespräche mit kompetenten Frauen aus der Pfarrei. Ein Willkommensbrief für neu zugezogene Katholiken ist in Planung.

Dass Kirche vom Miteinander lebt, war an diesem Tag deutlich zu spüren. Bei einer Tasse Kaffee und in der Mittagspause bei deftiger Kartoffelsuppe kamen die Teilnehmenden über Kirchortgrenzen hinweg ins Gespräch und knüpften neue Kontakte.


Manche überraschte, wie groß die Bandbreite an Angeboten in der Pfarrei bereits ist – vielleicht nicht im eigenen Kirchort, dafür aber in einem anderen. Und mit der „Brille eines Fremden“ wurden plötzlich Dinge sichtbar, die sich mit wenig Aufwand verbessern lassen, damit sich Menschen willkommen fühlen. Viele Anregungen nahmen die Teilnehmenden deshalb mit nach Hause in ihre Kirchorte.


Seit ihrer Gründung wurde die Pfarrei vom „Dienstprogramm-NEO (neu-einladend-ortsverbunden) für Pfarreien die aufbrechen wollen“ unterstützt, ein Angebot der Fachstelle Pastorale Innovation im Bistums Fulda.

Das Fazit des Tages: Er weht, der Heilige Geist. Und um sein Wirken sichtbar zu machen, bedarf es manchmal nur der Bemühung, Menschen etwas mehr zu geben, als sie erwartet haben, zum Beispiel eine freundliche Begrüßung oder eine Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst.
Und was sagen die Teilnehmenden? „Persönlich hat mich heute ermutigt, dass wir gemeinsam und hoffnungsvoll in die Zukunft geschaut haben und keine Zeit mit Jammern verplämpert haben“, lautet die Bilanz einer Teilnehmerin. Und Pfr. Hartel stellt fest: „Bei diesem innovativ-missionarischen Weg, den die Pfarrei eingeschlagen hat, wagen sich Menschen aus der Deckung und zeigen offen, wofür sie brennen.“

Mitgestalten erwünscht! Kirche vor Ort entsteht dort, wo Menschen ihre Ideen und ihre Zeit einbringen. Wer mitdenken, anpacken oder einfach einmal hineinschnuppern möchte, ist herzlich eingeladen, sei es in einem Kirchort-Team, bei einem der neuen Projekte oder mit einer ganz eigenen Idee. Ansprechpartner sind die Kirchort-Teams vor Ort und das Zentrale Pfarrbüro in Großenlüder, Tel. 06648 60797-0, heilig-kreuz.grossenlueder@bistum-fulda.de. Weitere Informationen gibt es hier auf dieser Homepage.
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